Wenn dein Kind dich spiegelt – und du dich selbst kaum erkennst
- Melanie
- 11. Nov. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Warum Trigger keine Fehler sind, sondern Einladungen zur Heilung
💫
Kinder zeigen uns nicht nur, wer sie sind –
sie zeigen uns auch, wer wir wirklich sind.
Manchmal sehen wir in ihrem Verhalten
nicht das Kind, sondern uns selbst.
Unsere Ungeduld. Unsere Wut. Unsere Angst.
Diese Momente tun weh.
Aber sie sind kostbar.
Denn wenn dein Kind dich triggert,
bedeutet das nicht, dass du etwas falsch machst.
Es bedeutet, dass du etwas fühlst,
was lange in dir still war.
🧠
Spiegelneuronen & emotionale Resonanz
In der Neurowissenschaft spricht man von Spiegelneuronen:
Sie sorgen dafür, dass wir Emotionen anderer Menschen intuitiv mitfühlen.
Kinder haben ein besonders empfindliches Resonanzsystem –
sie nehmen nicht nur unsere Worte wahr,
sondern auch unsere unausgesprochenen Gefühle.
Das bedeutet:
Kinder spiegeln nicht nur das Verhalten der Eltern,
sondern auch deren emotionale Energie.
Wenn wir also auf ein bestimmtes Verhalten unseres Kindes übermäßig reagieren –
Wut, Rückzug, Ungeduld –
dann liegt der Auslöser oft in uns selbst.
Psychologisch gesehen nennt man das einen Trigger:
Eine alte, gespeicherte Emotion, die durch das Verhalten des Kindes
„wachgerüttelt“ wird.
Das ist kein Scheitern.
Das ist eine Einladung.
🌱
Wie sich Spiegelmomente im Alltag zeigen
Vielleicht kennst du solche Situationen:
Dein Kind widerspricht dir – und du spürst sofort Wut oder Ohnmacht.
Es zieht sich zurück – und du fühlst dich abgelehnt.
Es weint – und du fühlst dich hilflos oder schuldig.
Das Kind „macht“ nichts falsch.
Es bringt nur etwas zum Vorschein,
was in dir schon lange nach Verständnis sucht.
Diese Momente sind keine Erziehungsprobleme –
sie sind Spiegelmomente.
Und wenn du lernst, sie zu erkennen,
verwandelt sich Trigger in Bewusstsein.
💡
Was du tun kannst, wenn dein Kind dich triggert
1️⃣ Erkenne den Moment – ohne dich zu verurteilen.
Wenn du merkst, dass dich etwas emotional trifft,
halte kurz inne und sag innerlich:
„Das hier ist nicht gegen mich – das ist für mich.“
2️⃣ Atme und fühle.
Oft wollen wir schnell reagieren, um das unangenehme Gefühl loszuwerden.
Aber Trigger verlieren ihre Macht,
wenn du bereit bist, sie kurz auszuhalten.
3️⃣ Frage dich:
„Wann habe ich mich so gefühlt, bevor ich Eltern wurde?“
Oft stammt das Gefühl aus deiner eigenen Kindheit –
nicht aus der Situation heute.
4️⃣ Sprich ehrlich.
Wenn es passt, sag ruhig:
„Ich merke, das macht gerade was mit mir.“
So lernt dein Kind, dass Gefühle sein dürfen –
auch unangenehme.
💬
Erkenntnis
Kinder sind keine Lehrer,
aber sie sind Spiegel.
Sie holen das ans Licht,
was in dir gesehen werden will.
Nicht, um dich zu überfordern –
sondern um dich zu erinnern,
wer du wirklich bist.
✏️
Reflexionsfragen
1️⃣ Wann triggert mich mein Kind – und was löst es in mir aus?
2️⃣ Welche Gefühle versuche ich im Alltag zu vermeiden?
3️⃣ Was könnte mein inneres Kind in diesen Momenten brauchen?
✨
Fazit
Dein Kind ist nicht gegen dich –
es wächst mit dir.
Und manchmal zeigt es dir das,
was du selbst vergessen hast zu fühlen.
Das ist keine Schwäche.
Das ist Heilung in Bewegung.
Wenn du dich traust, hinzusehen,
wird aus Überforderung Bewusstsein –
und aus Reaktion echte Verbindung.
💚
Schreib in die Kommentare
Gab es Momente, in denen dein Kind dich getriggert hat –
und du im Nachhinein erkannt hast, dass es gar nicht um dein Kind ging?
Teile deine Erkenntnis – du hilfst damit vielen anderen Eltern. 🌿
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alte Emotionen zu transformieren
und aus Reaktion echte Verbindung entstehen zu lassen.
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Rechtlicher Hinweis
Dieser Artikel dient der persönlichen Reflexion.
Er ersetzt keine psychologische Beratung oder Therapie.




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